{"id":33,"date":"2016-01-03T17:23:18","date_gmt":"2016-01-03T17:23:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.falken-rlp.de\/?page_id=33"},"modified":"2016-01-31T04:18:46","modified_gmt":"2016-01-31T04:18:46","slug":"gegen-rechts","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/falken-rlp.de\/?page_id=33","title":{"rendered":"Gegen Rechts!"},"content":{"rendered":"<p>Falken Gegen Rechts<\/p>\n<h2>Aufstehen gegen Faschos<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Was tun gegen rassistische Gewalt? Was tun gegen den versch\u00e4rften Rechtsdrall, den wir in der \u201egro\u00dfen Politik\u201c beobachten, den wir aber auch in der Jugendkultur und \u00fcberall in der Gesellschaft erleben?<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Rechte Banden terrorisieren Menschen, die fremd aussehen und ziehen marodierend mit Hitlergru\u00df und menschenverachtenden Parolen durch die St\u00e4dte. Manche Orte werden von den Stiefelnazis geradezu beherrscht. Viel zu oft bekommen sie Applaus von braven B\u00fcrgerInnen. Einzeln traut man sich oft nicht, einzuschreiten und laut zu werden.<\/p>\n<ul>\n<li>\u201eGemeinsam sind wir stark\u201c &#8211; Wir bieten in unseren Jugendgruppen denen R\u00fcckhalt, die eingreifen und zeigen wollen, dass sie anders denken und leben.<\/li>\n<li>\u201eKein Fu\u00dfbreit den Faschisten\u201c \u2013 Wo Nazis demonstrieren wollen, schmieden wir B\u00fcndnisse und schauen, dass wir zuerst da sind. Diesen Leuten geh\u00f6rt die Stra\u00dfe nicht.<\/li>\n<li>\u201eRhythm against Racism\u201c &#8211; Wir veranstalten Konzerte und Partys, auch um den Dumpfbacken den \u00f6ffentlichen Raum nicht zu \u00fcberlassen. Und weil es sich bunt und herrschaftsfrei einfach besser feiern l\u00e4sst.<\/li>\n<li>\u201eOpen Borders &#8211; Open Doors\u201c &#8211; Wir ziehen im Stadtteil los und \u00fcberzeugen Gesch\u00e4fts- und KneipeninhaberInnen davon, Menschen die bedroht werden Zuflucht zu bieten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Nicht buckeln und treten<\/h2>\n<h3>Gemeinsame Interessen durchsetzen<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Wenn Menschen buckeln sollen und getreten werden, beginnen sie oft selbst zu treten. Nat\u00fcrlich sind Bedrohungen der erreichten Lebensbedingungen und fehlende Chancen ein idealer N\u00e4hrboden f\u00fcr einfache Feindbilder. Viele halten den Verdr\u00e4ngungswettbewerb um den Ausbildungsplatz im Wunschberuf oder um einen sicheren und ausk\u00f6mmlichen Job f\u00fcr ein unab\u00e4nderliches Schicksal. Daher liegen diejenigen im Trend, welche es sich leicht machen, die KonkurrentInnen sortieren und z.B. je nach Herkunft oder Hautfarbe von diesen behaupten, sie w\u00e4ren zu viele, ihnen w\u00fcrden diese Chancen nicht zustehen.<\/p>\n<ul>\n<li>Wir machen uns in unseren Gruppenstunden und Seminaren schlau, um zu begreifen, warum es in einer reichen Gesellschaft Arbeitslosigkeit gibt, obwohl andere gern weniger schuften w\u00fcrden.<\/li>\n<li>Eine vielseitige Bildung und Ausbildung, einen besseren Lohn und fr\u00fcheren Feierabend m\u00fcssen wir gegen kapitalistische Profitinteressen durchsetzen, nicht gegen einzelne KollegInnen. In der Schule und im Betrieb ist eine starke Interessenvertretung immer besser, als sich spalten zu lassen und wegzustecken.<\/li>\n<li>Mit uns kannst du es erleben: Verh\u00e4ltnisse, die von Menschen gemacht sind, k\u00f6nnen von Menschen ver\u00e4ndert und umgeworfen werden. Mit dieser Gewissheit bek\u00e4mpfen wir die zynische Auffassung, der Platz an der Sonne w\u00fcrde nie f\u00fcr alle reichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Gegen den Normalzustand<\/h2>\n<h3>Ausgrenzung \u00fcberwinden<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Es w\u00e4re gef\u00e4hrlicher Unsinn zu behaupten, Rassismus und rechtes Gedankengut w\u00e4ren vor allem ein Problem gewaltbereiter, arbeitsloser, m\u00e4nnlicher Jugendlicher vornehmlich aus Ostdeutschland. Zur RassistIn wird man nicht erst durch Arbeitslosigkeit. Das Denkmuster \u201eWir, die Deutschen\u201c und \u201eSie, die Anderen\u201c bekommen wir alle naselang vorgekaut \u2013 und k\u00e4uen es wieder. Fascho-Skins erschrecken nicht so sehr durch das Abweichen von der Norm, sondern durch deren \u00dcbersteigerung und durch die \u201eBereitschaft\u201c, die \u201eFormen des Umgangs\u201c mit Nicht-Deutschen nicht dem Staat zu \u00fcberlassen. In ihren gewaltt\u00e4tigen Aktivit\u00e4ten wird nur die Spitze eines Eisbergs sichtbar, der deutsche Normalzustand ist von allt\u00e4glicher Ausgrenzung und rassistischen Einstellungen gepr\u00e4gt. Jede\/r von uns hat eigene Vorurteile und Ressentiments verinnerlicht.<\/p>\n<ul>\n<li>Nichtrassistisches Verhalten kann man lernen! Wir bieten in unseren Bildungsst\u00e4tten Anti-Rassismus-Trainings an, die genau am eigenen F\u00fchlen und Handeln ansetzen, aber auch deren Wurzeln in gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnissen nachgehen.<\/li>\n<li>Wir organisieren gemeinsam mit anderen Verb\u00e4nden Projektschultage, die unter dem Label \u201eF\u00fcr Demokratie Courage zeigen\u201c Denkanst\u00f6\u00dfe gegen Ausgrenzung und f\u00fcr couragiertes Handeln geben.<\/li>\n<li>Wir versuchen, unsere Freizeitangebote so zu gestalten, dass sich Kinder und Jugendliche unabh\u00e4ngig von unterschiedlichen Migrationshintergr\u00fcnden bei uns zu Hause f\u00fchlen und mitgestalten k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ins Wort fallen<\/h2>\n<h3>Rassistische Rhetorik in Nadelstreifen<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Gern greifen Glotze und Gazetten immer wieder das schr\u00e4ge Bild auf, dass es die \u201eFremden\u201c sein sollen, die f\u00fcr den Mangel an Arbeitspl\u00e4tzen, die Leere der Staatskassen usw. verantwortlich seien. Dann werden die Stimmen vieler PolitikerInnen, die an der Macht sind oder dort sein m\u00f6chten, gern geh\u00f6rt, dass sie \u201ediese Probleme am wirksamsten bek\u00e4mpfen\u201c. Die politischen Eliten \u00fcberschlagen sich immer wieder im Dreschen rassistischer Phrasen. Parteien, die von sich behaupten in der Mitte der Gesellschaft zu stehen, versuchen mit rassistischen und antisemitischen Parolen W\u00e4hlerInnen zu gewinnen. Anscheinend gen\u00fcgte allein der Gedanke, dass irgendwelche anderen Kriterien z\u00e4hlen k\u00f6nnten als Abstammung, Haar- und Augenfarbe, CDU und CSU um ein neues Zuwanderungsgesetz unbedingt verhindern zu wollen. Und das, obwohl die MacherInnen des Gesetzes selbst nicht m\u00fcde werden zu betonen, dass es ihnen vor allem um die Begrenzung des Zuzugs gehe.<\/p>\n<ul>\n<li>Wir fallen ihnen ins Wort und nennen die Bieder- und M\u00f6llem\u00e4nner, was sie sind: Brandstifter.<\/li>\n<li>Im Wahlkampf sammeln wir mit Hilfe \u201ebrauner Tonnen\u201c allzu plumpe Hetzschriften gleich wieder ein und begegnen entsprechenden Kampagnen mit satirischen Aufrufen, Stra\u00dfentheateraktionen, Doppelpass-Torw\u00e4nden usw.<\/li>\n<li>Wir ergreifen Partei und gehen mit eigenen Argumenten und konkreten Forderungen in die Diskussion. In der Debatte um ein Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht, das die Gew\u00e4hrung von Rechten endlich nicht mehr von der Herkunft unserer Gro\u00dfeltern abh\u00e4ngig macht, hie\u00df unsere Losung: Gleiche Rechte f\u00fcr alle, die hier leben!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Praktische Solidarit\u00e4t \u00fcben<\/h2>\n<h3>Gegen staatlichen Rassismus<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Auch wer dauerhaft hier lebt, kann ohne deutschen Pass nicht mit gleichen Rechten rechnen. Am deutlichsten werden die Auswirkungen staatlicher rassistischer Politik aber im Umgang mit Fl\u00fcchtlingen. Das Asylbewerberleistungsgesetz l\u00e4sst f\u00fcr sie das soziale Existenzminimum (Sozialhilfe) nicht gelten. Selber arbeiten und Geld verdienen d\u00fcrfen Fl\u00fcchtlinge zun\u00e4chst nicht. Die \u201eResidenzpflicht\u201c hindert sie daran, am Wochenende mit Freundinnen zelten zu gehen. Kasernierung und eine Abschiebepraxis, die sich h\u00e4ufig weder um wirtschaftliche Not noch um die Gefahr von Folter und Mord wirklich schert, fordern unsere praktische Solidarit\u00e4t heraus.<\/p>\n<ul>\n<ul>\n<ul>\n<li>An Orten, in denen Fl\u00fcchtlinge ihren Lebensunterhalt in Sachleistungen und Wertgutscheinen erhalten, gr\u00fcnden oder unterst\u00fctzen wir Initiativen, die einen Umtausch der Gutscheine organisieren und andere Menschen finden, die ihre Eink\u00e4ufe damit erledigen. So bleibt wenigstens ein kleiner Rest Selbstbestimmung und Kleingeld f\u00fcr das N\u00f6tigste.<\/li>\n<li>Wir ermuntern zu spontanem Eingreifen, um Abschiebungen mit dem Ferienflieger zu verhindern.<\/li>\n<li>Wir nehmen Kinder aus Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften mit in unsere Zeltlager. Oft gegen b\u00fcrokratische Widerst\u00e4nde. So k\u00f6nnen wir der Isolation entgegenwirken und erm\u00f6glichen Kennenlernen und Zusammenleben.<\/li>\n<li>Ein besonderes Anliegen ist uns das Bekanntmachen und Einfordern der international anerkannten Rechte unbegleiteter minderj\u00e4hriger Fl\u00fcchtlinge. Die UN-Kinderrechtskonvention muss endlich auch in Deutschland vollst\u00e4ndig umgesetzt werden!<\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<p>Mehr als Anti&#8230;<\/p>\n<h2>F\u00fcr eine andere Gesellschaft<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Anti-Rassismus ist ein zentraler Teil unseres Selbstverst\u00e4ndnisses und unseres Handelns. Unter Anti-Rassismus verstehen wir nicht nur einen Abwehrkampf gegen rassistische Tendenzen, sondern auch die Kritik an einer Gesellschaft, die auf Auslese und Ausgrenzung beruht. Wir wollen ein gewaltfreies und demokratisches Zusammenleben, streitbare Toleranz und Selbstbestimmung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u201eEin Antifaschist, der nichts ist als ein Antifaschist, ist kein Antifaschist\u201c, schrieb Erich Fried.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In diesem Sinne ist unser Kampf gegen Rechts immer auch der Kampf f\u00fcr etwas. Wir benennen unsere Forderungen und das Ziel einer Gesellschaft, in der die sozialen Grundlagen jeder Ausgrenzung beseitigt sind.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Say the dirty word: Socialism!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Falken Gegen Rechts Aufstehen gegen Faschos Was tun gegen rassistische Gewalt? 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